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Klettern ist eine abwechslungs- und facettenreiche Sportart. Gerade auch als Wettkampfdisziplin verändert sie sich laufend. Die Boulder- und Kletterrouten werden immer athletischer und fordern viel von unserem Bewegungsapparat.

Deshalb kommt es leider auch in dieser Sportart immer wieder zu aktuten Verletzungen und Überlastungsbeschwerden. Häufig sind die oberen Extremitäten betroffen. Die Verletzungen reichen von Zerrungen bis zu hin zu ausgekugelten Gelenken. Neben der oberen Extremität bleiben jedoch auch die Füsse und Knie nicht immer beschwerdefrei. Insbesondere durch unkontrollierten Stürze können in diesem Bereich Verletzungen entstehen.

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Eine ausgeglichene und gut koordinierte Muskulatur im Schulter-Nackenbereich ist Voraussetzung, um Verletzungen vorzubeugen. Leider stimmt diese Balance oft nicht und somit steigt das Verletzungsrisiko beträchtlich. Einmal verletzt ist es häufig eine langwierige Geschichte bis wieder ohne Einschränkung geklettert werden kann. Geduld, Disziplin und Ausdauer sind die drei wichtigsten Parameter, um Beschwerden im Schulterbereich wieder in den Griff zu bekommen. 

Zu den weiteren lästigen Trainingsbegleitern gehört der Golfer- und Tennisellenbogen. Eine klare Diagnostik ist hier Voraussetzung für eine zielgerichtete und erfolgreiche Therapie. 

Fingerverletzungen entstehen oft aufgrund hoher Belastung. Nicht selten sehen wir aber auch Verletzungen, welche durch "Hängenbleiben" im Griff (z.B. einem Loch) entstanden sind. Die Basis für einen erfolgreichen Rehabilitationsprozess ist auch hier eine ausführliche Erstuntersuchung.

Akute Fussverletzung im Kletter- und Bouldersport entstehen meist bei unkontrollierten Stürzen, und werden nicht selten unterschätzt. Beispielsweise sind Umknicktraumen, wie sie häufig im Alltag vorkommen, nicht mit Umknicktraumen die während des Kletterns oder Boulderns entstehen zu vergleichen. Durch die Sturzhöhe und die Aufprallgeschwindigkeit sind hier die Strukturen im Fussbereich deutlich höheren Kräften ausgesetzt. Es lohnt sich diese Verletzungen ernst zu nehmen und sie ärztlich abzuklären.

Beschwerden im Klettersport

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Unser Therapieansatz richtet sich immer nach der Diagnose und dem Stadium der Verletzung. Bei akuten Verletzungen sind häufig Ruhe und Geduld gefragt, bis die Wundheilung soweit fortgeschritten ist, dass eine aktive Therapie möglich wird. 

In dieser Zeit könne wir die Strukturen mit Lymphdrainage und feiner Mobilisation gut im Heilungsprozess unterstützen.

Auch chronische Verletzungen verlangen eine gute Portion Geduld, doch häufig sind die Strukturen schon belastbarer und ein leichtes oder alternatives Training kann absolviert werden.

Gerne zeigen wir dir auf, in welchem Stadium sich deine Verletzung befindet und was für Trainingsmöglichkeiten du hast.

Wir behandeln nach neusten Erkenntnissen der Wissenschaft und paaren dies mit unserem grossen Erfahrungsschatz als Physiotherapeut*in und Kletterer*in.

Unser kletterspezifisches Behandlungspektrum:

  • Manuelle Therapie

  • Kletterspezifisches Ausgleichstraining

  • Triggerpunkttherapie/Dry Needling

  • Stosswellentherapie

  • Fingertherapie nach der Klaus Isele Methode

  • Ausgleichstraining

  • Alternativtraining

  • Schulterzentrierung nach Sohier

Behandlungsansatz

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